ARD will 2017 immernoch Adobe Flash

Ameisenkrieg und Widerspruch zum BSI

Da ging leider gewaltig was schief…

Obwohl das BSI seit über einem Jahr der gesamten Bevölkerung empfiehlt, Adobe's Flashplayer zu deinstallieren (etwa 15 Jahre, nachdem sämtliche erfahrenen Benutzer ihn entfernt haben), sieht die ARD im Januar 2017 noch keinen Grund, den Aufruf zur Installation aus ihrer Mediathek zu nehmen.

Hinweise auf diesen Missstand beantwortet die online-Reaktion nicht, geschweigedenn mit Gelöbnissen zur Besserung. Grund genug, das Elend zu dokumentieren.

Melchior blausand | Dienstag 31 Januar 2017 at 10:48 pm | | nicht mein code, nicht unpolitisch | Kein Kommentar

reCAPTCHA ohne Google - Good morning, Europe!

Wieder was gelernt:

CAPTCHA ist ne Abkürzung und steht für Completely Automated Public Turing Tests to Tell Computers and Humans Apart. Es müsste also korrekt CAPTTTTCHA heißen, lol.

Wie kam es zu dieser Lektion? Heute habe ich wertvolle Zeit damit verbracht, auf kalypso.rocks seitenweise Kommentarspam vom Kommentarweizen zu trennen. Erstaunt musste ich festgestellen, dass das zuständige PlugIn (der Firma hinter Wordpress) namens Akismet deaktiviert war. Wenig erstaunt war ich, dass dieser Dienst mittlerweile monetarisiert wird, und auch die kostenlose Version einer Konteneröffnung bedarf.

Kommentarspam - ein Fall für big data?

Es gibt, wenn ich nicht irre, drei konstruktive Wege, um Spam zu begegnen:

  1. Der erste Ansatz nervt den Ersteller mit einer Prüfung, die jeder von Euch kennt: Vermatschte Passwortbildchen abtippen oder dämliche Quizfragen gingen macnhmal ordentlich schief, und lange, wohlgeformte Kommentare verschwanden im Orkus.
  2. Immerhin kam jemand auf die gloriose Idee, die hier vergäudeten 150.000 Arbeitsstunden weltweit, täglich, zunutze zu machen und die Menschheit bei der Texterkennung schwieriger Bildaufnahmen einzuspannen.
    Diese Idee hat leider Google vor seinen Karren gespannt, verfeinert, und natürlich idiotensichere PlugIns für alle CMSe der Welt bereitgestellt…
  3. Lösungen wie Akismet versuchen, den Nutzer gar nicht zu behelligen und senden einfach alle Eingaben unbeschwert nach Hause, um den Heuhaufen des Anbieters erst zu füttern und dann der Webseite die schwierige Entscheidung über den Seriosität der Eingabe mit Hilfe von Algorithmen abzunehmen. Klassisches big data business also.

Nun betreibe ich ja dieses und weitere webLogs nicht, um dann doch jeden Aufruf meiner Inhalte zu einem Telefonat mit Google, Wordpress Inc. oder gleich Erdogan Media zu machen. Ich nutze Wordpress (und hier PivotX) auf eigenem Webspace, um Inhalte so dezentral wie möglich zu publizieren und Vernetzung nach offenen Standards zu ermöglichen, zum Beispiel über RSS-Feeds, sowie eben Diskussion in maximal dezentralen Foren.

Wo steckt sie - die dezentrale Alternative zu No CAPTCHA/ReCAPTCHA?

Für ebensolche webLogs suche ich nun eine Ideallösung gegen Spam. Die Überlegung, die Klickarbeit der Nutzer der Allgemeinheit zurückzugeben, ist natürlich bestechend. In der Überlassung der Aufgabe zur kommerziellen Nutzung sehe ich aber langfristig eine Sackgasse. Da rückt natürlich die akademische Sphäre ins Licht.
Mein erster Impuls war, das Deutsche Forschungsnetz und das internationale Wissenschaftsnetz GEANT anzuschreiben, ob hier alternative Projekte existieren. Doch statt die Frage an einzelne Institutionen zu richten, habe ich beschlossen, vom sogenannten Internet Gebrauch zu machen und sie einfach auf meiner eigenen Seite in den Raum zu stellen und hier die Diskussion für alle zu eröffnen. In diesem Sinne:

Vielen Dank für Eure Ideen, Adressen, Kontakte, Weiterleitungen, Anregungen - und natürlich für Eure kritischen Argumente.

Melchior blausand | Sonntag 29 Januar 2017 at 5:17 pm | | nicht mein code | Kein Kommentar

"Im Zeughaus" am vierten Adventswochenende!

Unserere augmentierte Tanzperformance wird in Ehrenfeld premieren

Morgen treffen wir uns zum ersten Mal mit einer kompletten Dancing Crowd für eine Probe der algorithmisch komponierten Szenen. Jeder der Laien wird seine individuelle Instruktionsspur via Kopfhörer bekommen, deren Ablauf computergestützt erzeugt wurde. Wir proben außerdem die live-Steuerung von deren Displays mit Licht, auf das die Crowd dann choreografisich reagiert. Sauspannend!!

Mehr auf zeughaus.blausand.net

Im Zeughaus - Plakat

Das täglich "Snowden Unser"

Es gibt einen Text, den heise immer als Baustein in seine Artikel zum NSA-Skandal einbaut. Er ist derart einprägsam, dass ich jedesmal wünschte, genau diese zwei Sätze würden b.a.w. morgens in jeder Schule gemeinsam gebetet werden:

“Die NSA, der britische GCHQ und andere westliche Geheimdienste greifen in großem Umfang internationale Kommunikation ab, spionieren Unternehmen sowie staatliche Stellen aus und verpflichten Dienstleister im Geheimen zur Kooperation. Einzelheiten dieses totalen Überwachungssystems enthüllen streng geheime Dokumente, die der Whistleblower und ehemalige NSA-Analyst Edward Snowden an sich gebracht und an Medien weitergegeben hat.”

Melchior blausand | Freitag 23 September 2016 at 02:21 am | | nicht unerwähnt | Kein Kommentar
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More Thunderbird enhancements

"List of Events from Contact Detail View" and "different ,CALENDAR TYPES"

Thunderbird's addressbook: List of events from contact detail view

As a means to link past events and - moreover - communication/project notes, it would be marvellous to have a history of all events, where $contact has been invited (=linked), as a list from the $contact's detail view.
As a direct consequence, calendars an be used to hold such notes without cluttering the contact's "NOTE" field.

Lightning Calendar: Support various calendar types

This resembles one more reason, why lightning should scale to hold loads of calendar files and group them to different calendar types that can be visualized/treated/synchronized/buffered/interacted following different templates, as:

  • Project type (Gantt-relashionship management ("BEGIN" or "END" depends on other event"))

  • Holiday type (sync disable/long cycle and checksum only, visualize in top row and without borders between days

  • Event type (show other events with same organiozer/location/category as child container), thus

  • Schedule type

  • Birthday type

Of course, color helps, but colors are just not enough to visualize a cool calendar!

Melchior blausand | Dienstag 06 September 2016 at 1:10 pm | | nicht mein code, nicht unlösbar | Kein Kommentar

o k t o s k o p - The Movie

Frisch aus dem Studio!

Der großartige Alessandro De MATTEIS hat die Dokumentation des bisher größten Oktoskop vollendet!

oktoskop - The Movie (Titelgrafik)

In mehr als 20.000 Einzelbildern und Videoclips hat er die Entstehung der 20m breiten und 12m hohen Bühne sowie deren Einsatz und die live performance mitverfolgt und in exakt 4'20" leckerste audiovisuelle Unterhaltung gepackt.

Zum seinem 50jährigen Bestehen lud mich das pnj - Pressenetzwerk für Jugendthemen ein, im Bonner Basecamp die Bühne für die Podiumsdiskussion (u.a. mit Marina Weisband) und die anschließenden live-Konzerte (u.a. von Raute) zu gestalten und live zu performen.

Vielen Dank an den großartigen Sponsor Gardemann Arbeitsbühnen GmbH sowie an alle, die mitgeholfen haben: Rostislaw Silvestrov, Marco Hamp von Superfein Upcycling und Robert Filgner vom Pressenetzwerk.

Und nun ab mit Euch auf http://oktoskop.com/: Kopfhörer auf und Film gucken!

Melchior blausand | Mittwoch 10 August 2016 at 03:14 am | | nicht ungerührt, nicht unbeeindruckt | Kein Kommentar

Slack - very nice, but sorry: you're centralized

Thoughts on a beautiful commercial chat & collaboration solution

So, after the last Freakshow was a really, really solemn show on the old #IRC, i decided to have a closer look at Slack, it's feature set and also it's policies.

mehr...

Melchior blausand | Samstag 16 Juli 2016 at 04:10 am | | nicht mein code | Kein Kommentar
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Vivaldi-Browser: DRM? Bitte nicht schon wieder!

Anlässlich der Kommentare zu dem Browser Vivaldi, an dem einige Hohlbirnen bemängeln, ihr Pron laufe nicht sauber damit:

Nochmal für die, die am digitalen Montag krank waren:
Einige glauben, Browser sind die Programme, mit denen man “Ins Internet geht und dort Filme guckt”.
Mööp, daneben.
Browser sind die Programme, mit denen man inzwischen das Internet ganz vernünftig benutzen kann, und die meiste Funktionalität wird nur deswegen vor euch versteckt, weil die Entwickler nach und nach feststellen müssen, wie dämlich ihr wirklich seid. Punkt.
Was ihr daraus gemacht habt, ist die Fortführung des Fernsehens mit anderen Mitteln.
Danke, Mitwelt. Danke für’s nicht zuhören. Danke für Eure Ungeduld mit Neuem und Euer endloses Jammern nach mehr Einfachheit.

Vivaldi, Du lässt mich hoffen. Erteil’ den DRM-Schwätzern eine klare, standhafte Absage! So hilfst Du den Entscheidern der Medienproduktionen, für ein freies Netz zu argumentieren.

Melchior blausand | Donnerstag 07 April 2016 at 01:48 am | | nicht unpolitisch | Kein Kommentar
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