ARD will 2017 immernoch Adobe Flash

Ameisenkrieg und Widerspruch zum BSI

Da ging leider gewaltig was schief…

Obwohl das BSI seit über einem Jahr der gesamten Bevölkerung empfiehlt, Adobe's Flashplayer zu deinstallieren (etwa 15 Jahre, nachdem sämtliche erfahrenen Benutzer ihn entfernt haben), sieht die ARD im Januar 2017 noch keinen Grund, den Aufruf zur Installation aus ihrer Mediathek zu nehmen.

Hinweise auf diesen Missstand beantwortet die online-Reaktion nicht, geschweigedenn mit Gelöbnissen zur Besserung. Grund genug, das Elend zu dokumentieren.

Melchior blausand | Dienstag 31 Januar 2017 at 10:48 pm | | nicht mein code, nicht unpolitisch | Ein Kommentar

"Im Zeughaus" am vierten Adventswochenende!

Unserere augmentierte Tanzperformance wird in Ehrenfeld premieren

Morgen treffen wir uns zum ersten Mal mit einer kompletten Dancing Crowd für eine Probe der algorithmisch komponierten Szenen. Jeder der Laien wird seine individuelle Instruktionsspur via Kopfhörer bekommen, deren Ablauf computergestützt erzeugt wurde. Wir proben außerdem die live-Steuerung von deren Displays mit Licht, auf das die Crowd dann choreografisich reagiert. Sauspannend!!

Mehr auf zeughaus.blausand.net

Im Zeughaus - Plakat

Vivaldi-Browser: DRM? Bitte nicht schon wieder!

Anlässlich der Kommentare zu dem Browser Vivaldi, an dem einige Hohlbirnen bemängeln, ihr Pron laufe nicht sauber damit:

Nochmal für die, die am digitalen Montag krank waren:
Einige glauben, Browser sind die Programme, mit denen man “Ins Internet geht und dort Filme guckt”.
Mööp, daneben.
Browser sind die Programme, mit denen man inzwischen das Internet ganz vernünftig benutzen kann, und die meiste Funktionalität wird nur deswegen vor euch versteckt, weil die Entwickler nach und nach feststellen müssen, wie dämlich ihr wirklich seid. Punkt.
Was ihr daraus gemacht habt, ist die Fortführung des Fernsehens mit anderen Mitteln.
Danke, Mitwelt. Danke für’s nicht zuhören. Danke für Eure Ungeduld mit Neuem und Euer endloses Jammern nach mehr Einfachheit.

Vivaldi, Du lässt mich hoffen. Erteil’ den DRM-Schwätzern eine klare, standhafte Absage! So hilfst Du den Entscheidern der Medienproduktionen, für ein freies Netz zu argumentieren.

Melchior blausand | Donnerstag 07 April 2016 at 01:48 am | | nicht unpolitisch | Kein Kommentar
Stichwörter: , , ,

Netcologne kotzt mich an!

"WAS IST LOS, WAS IST PASSIERT, WAS HAT EUCH BLOSS SO RUINIERT?"

Nachdem man selbst als Kunde bei NetCologne keine Möglichkeit hat, auf deren Kontaktformular anonym Feedback zu geben, bitte: hier habt Ihr es, öffentlich sichtbar.

Die Art und Weise, wie bei NetCologne noch heute die Kündigung online unmöglich ist, Kündigungstermine und -optionen dazu insgesamt verborgen werden,

K O T Z T     M I C H    A N !!!!

Ich werde bei Eintritt der Kündigung für insgesamt zehn Monate, in denen die Gegenleistung nachweislich nicht mehr erbracht werden konnte, den VOLLEN Monatspreis bezahlt haben.

Unter diesen Umständen werde ich weder jemals wieder Kunde bei NetCologne sein, noch irgendjemandem NetCologne empfehlen.

WERDET MAL WIEDER WENIGER ASOZIAL!
Nur so als Tipp.

mehr...

Melchior blausand | Donnerstag 17 März 2016 at 10:45 am | | nicht ungerührt, nicht unpolitisch | Kein Kommentar
Stichwörter: ,

Videofonie

Television ist, wenn Oma im Internet kommt.

Videofonie ist ein doofes Wort. Wo ist die Ferne hin? Wenn sich zwei gegenüberstehen und beim Sprechen angaffen, ist das auch Videofonie. Nur halt nicht tele. Tele muss sein. Zugegeben, der Begriff Television ist schon leicht belegt. Aber ist Television nicht genau das, was wir da machen? Nur, dass wir endlich selbst die Nachrichtensprecher sind? Ich werde das Wort für das neue Fernsehen benutzen. Television ist, wenn Oma im Internet kommt.

Melchior blausand | Dienstag 20 Januar 2015 at 01:33 am | | nicht unpolitisch, nicht ungerührt | Kein Kommentar
Stichwörter:

+490 - werden wir getrackt?

Seit vorgestern ständig seltsame Anrufe - Tracking? Profiling?

Bekommt Ihr auch seit einigen Tagen seltsame Anrufe von der Nummer +490 ? Sieht ja aus wie eine unvollständige Rufnummernunterdrückung. Oder wie ein Exploit eines Bugs im Code der Rufnummernübermittlung. Wie kann jemand im Telefonnetz behaupten, diese Nummer zu sein?

Ich bin aus meiner bescheidenen Einsicht in die Möglichkeiten des Profilings heraus ordentlich beunruhigt. Wir schreiben immerhin das Jahr 2014! Es ist ja nicht einfach eine Spam-Mail, nein, der Anruf löst eine genaue Geolokalisierung aus, am Ende stellt sich heraus dass es sowas wie einen Browser-String gibt, über den ein Drittanbieter, ein dubioser Kollege von congstar etwa, mich tracken kann. Wenn jemand herausfinden muss, welcher Üpeltäter hinter dieser Masche steckt (Hey! Er hat inzwischen mehrmals vor acht Uhr morgens angerufen!), dann bin ich es. Ein Anruf bei der 2828 der Telekom bescherte mir die folgende Einsicht:

Genau. Gar keine. Unser großer moderner Bruder in rosa, pardon, in Magenta, hält es nicht für angemessen, seinen Kunden in solchen subjektiven Bedrohungsszenarien ein guter, kompetenter Dienstanbieter zu sein. Es gibt ein kommerzielles Interesse, als solcher zu gelten, ergo muss es auch ein handfestes Gegeninteresse geben, mich, seinen sensiblen Kunden, im Dunkeln stehen zu lassen. Da! Die Telekom macht sich verdächtig.

Die Ausrede, es gebe keine Informationen über Vorfälle dieser Art, und auch gar nichts weiter dazu zu sagen, kannich nicht gelten lassen. Immerhin ist dasselbe schon vor mindestens acht Jahren aufgetreten! Also doch. Wir werden nicht nur systematisch ausgehorcht, wir werden auch systematisch desinformiert. Hier. In Deutschland. Ich fasse es nicht.

Seid Ihr auch angerufen worden? Tragt Euch in die Kommentarliste ein!

Melchior blausand | Mittwoch 19 Februar 2014 at 08:30 am | | nicht unpolitisch | Fünf Kommentare

Störerhaftung ist falsch

Gregor Honsel schreibt auf Technology Review schon vor einem Jahr:

"Ceterum censeo: Störerhaftung ist falsch, weil sie regelmäßig Unschuldige trifft. Störerhaftung ist falsch, weil sie eine Abmahn-Industrie am Leben erhält, die ausgetrocknet gehört. Störerhaftung ist falsch, weil sie einen flächendeckenden freien Netzzugang unterbindet. Störerhaftung ist falsch, weil sie mit zweierlei Maß misst – für kommerzielle Betreiber gelten andere Regeln als für Privatleute."

Das müssen wir ändern, und zwar schnell.

Melchior blausand | Freitag 11 Oktober 2013 at 03:43 am | | nicht unpolitisch | Kein Kommentar
Stichwörter: , , ,

Anerkennung der Unvernunft

Jedoch sie regieren wollen hieße von ihr regiert werden

Während Ralf Dahrendorf noch die Anerkennung der Vernunft als Grundlage jeder Theorie und Praxis voraussetzt, versuche ich mich im Verständnis der normativen Kraft der Unvernunft, auf deren Fürsprecher Pavel Mayer mich ein Beitrag von Fledi vom 3.10.2013 aufmerksam macht. Unter "Doppelt so überflüssig wie die FDP" heisst es dort:

"Der aufgeklärte und rationale Wähler ist aber eine Illusion, wenn auch eine Erstrebenswerte. Ihn einfach zu postulieren verkennt die menschliche Natur. Sogenannte „rationale Entscheidungen“ in der Politik sind nichts anderes als auf einer breiteren Informationsbasis getroffene Gefühlsentscheidungen, denen eigene Wertemaßstäbe zu Grunde liegen. Aufklärung ist möglich, aber Politik ist keine Wissenschaft, sondern eine hochemotionale Angelegenheit. Bewusst mit den Gefühlen von Menschen zu spielen ist eigentlich nicht unser Ding, aber das hält die Menschen nicht davon ab, emotional zu reagieren und zu entscheiden. Damit kommen wir nicht gut klar."

Auf der anderen Seite dieser Abwägung steht also schon bei ihm das sehr coole und m.E. piratige Bedürfnis, sich nicht solange nach dem Wähler zu verbiegen, bis man die 5%-Hürde oder eine Regierungsbeteiligung geschafft hat.

Melchior blausand | Mittwoch 09 Oktober 2013 at 11:27 pm | | nicht unpolitisch | Kein Kommentar
Stichwörter: , ,