Netcologne VDSL mit (je)der Fritz!Box 7360

Ist das ominöse "Provisioning" doch nicht zwingend erforderlich?

Hatte das Wochenende vergeblich mit den Fritz!Box Modellen 7360 und 7360 UI SL verbracht, um mit gefährlichem Dreiviertelwissen meinen Netcologne VDSL-Anschluss nicht nur zum DSL-Sync, sondern auch zur erfolgreichen Anmeldung zu bringen.

Dann kam der Techniker.

Zunächst lud ich mir (via LTE!) die neueste Firmware Fritz!OS 6.0 aufs Handy, lud sie auf die Box - und handelte mir gleich mal ein ordentliches Problem ein:
Erstaunt las ich natürlich erst danach in Foren, dass mit Fritz!OS 5.5 noch eine DSL-Synchronisierung stattfinden kann, mit 6.0+ angeblich nicht mehr. Ich möchte darauf hinweisen, dass Fritz!OS 6.0 und 6.01 sehr wohl mit Netcologne-VDSL synchronisieren, wenn der Techniker "im Endpunkt im Keller" eine bestimmte Einstellung vornimmt. Ich halte das für einen Mangel in Fritz!OS 6+, da ich als Kunde nichts "im Keller" einstellen kann. Das schrieb ich soeben auch an AVM.

2.
Die Netcologne-spezifischen Informationen für
{dsl} vlan=10
und
{voip} vlan=20
konnte ich nicht in der GUI einstellen noch erraten. Ich weiß nicht, ob es daran wirklich lagund ich finde, ich sollte das nicht einstellen müssen. Jedernfalls sind die Profile für Netcologne-VDSL so momentan nicht brauchbar.

3.
Gestern habe ich dann den Techniker von Netcologne interviewt. Er erklärt mir was von deren Ikanos-Server und was das ominöse "nc@nc" bedeutet.
Auf meine Bedenken hinsichtlich gebrandeter Firmware bescheinigt er jedoch Netcologne eine weiße Weste: Das Branding bringe keinen Blackbox-Code, das Provisioning bestehe lediglich aus einer Verknüpfung von Seriennummer und Kundennummer, mehr nicht.
=> Er behauptet, es sei möglich, Geräte aus dritter Hand und mit ungebrandeter Firmware anzumelden, und sogar VoIP zu nutzen!

Ich habe nun mit einem dritten Gerät den Zugang "provisioniert" bekommen und kann die Konfigurationsdaten zum Vergleich exportieren. Damit kann ich jetzt mal rumspielen und die anderen Boxen damit füttern.

[UPDATE] 8.12.2024

Nachdem ich jetzt mehrere Wochen lang erst dachte, es sei immer besetzt bei demjenigen, den ich anrufen will, und danach noch einige Tage, man habe den Anschluss gesperrt, erfuhr ich heute an der Hotline, dass es nach einem Update des Fritz!OS nicht mehr möglich sei, die Telefonie manuell wieder richtig einzustellen. Ich möge doch bitte den Haken für die Fernwartung setzen. Als ich darauf hinwies, dass ich die Hoheit über mein Endgerät gerne behalten möchte, wurde ich für dumm verkauft: "Sie müssen den Haken nur mal kurz zum Einstellen setzen; sie können den ja gleich wieder wegnehmen." Jaja, bitte geben Sie mir die Zugangsdaten zur Telefonie nur mal kurz durch, sie können danach gerne die anderen Kunden weiter verarschen.

Ich weiß, dass es außer mir keine Sau interessiert, aber. Wer diesen Haken setzt, gibt dem Anbieter die Herrschaft über den Router. Punkt. Die hat vorher erstmal nur der Hersteller. Nicht nur die Herrschaft darüber, das Heimnetz dauerhaft und vollständig abzuschnorcheln. Vor allem auch die Herrschaft darüber, im Router eingerichtete Tunnel vor der Verschlüsselung abzugreifen. Damit muss klar sein:

No go.

Der Mitarbeiter wusste genau über die kommende gesetzliche Regelung Bescheid und hat es sogar noch als "natürlich" empfunden, dass auch Netcologne die unrechtmäßige Praxis der Provider bis zum Stichtag verteidigt. Ich habe Netcologne nun aufgefordert, mir die Zugangsdaten für die vertraglich zugesagte und bezahlte Telefonie sofort zukommen zu lassen und nicht darauf zu warten, dass sie vom Gesetzgeber dazu gezwungen werden.

Melchior blausand Mittwoch 08 Januar 2014 at 2:19 pm | | nicht mein code, nicht unlösbar

vier Kommentare

Ben
Ben, - 07-02-’14 21:53
Ralf
Ralf, (E-Mail ) - 19-02-’14 07:28
Ben
Ben, - 19-02-’14 10:44
Peter
Peter, (E-Mail ) - 11-07-’16 15:36
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